Die Geschichte von Sinnlos im Weltraum

"Und damit fing der Wahnsinn an"


Die Schaffenszeit. 1994-1997

Blaupunkt RTV-820

Die Geschichte von SiW beginnt im Dezember 1994, als sich Peter M. von seinem letzten Weihnachtsgeld vor dem Zivildienst einen Videorekorder (Blaupunkt RTV-820) kauft. Am gleichen Tag kam Roland K. zum Kaffeetrinken vorbei. Beim Durchlesen der Bedienungsanleitung fiel Peter auf, dass man mit dem Gerät vertonen kann und so entstand zwischen ihm und Roland in etwa folgender Dialog:

Peter: Ey hier steht mit dem Dinge kann ma nachvertonen.
Roland: Wie?
Peter: Ja, hier kannma ne andere Tonspur auf'n Film machen. Dann könnte man die Leute im Fernseher irgend'n Scheiß erzählen lassen!
Roland: Geil! Lass uns dat ma machen.

Kurz darauf entstand der erste Versuch mit der TNG-Folge "Der Pakt mit dem Teufel", die heute unter der SiW-Bezeichnung "Und damit fing der Wahnsinn an" bekannt ist. In den zwei kurzen Szenen wurde mit der Rollenverteilung noch willkürlich experimentiert.

Star Trek Schlüsselanhänger

Der Spaß war so groß, dass sich die beiden ein paar Tage später entschlossen die Folge "Zeitsprung mit Q" komplett zu vertonen. Glücklicherweise stand dieses mal Daniel P. zur Verfügung, der den wichtigen Part von Q übernahm. In dieser Folge kam außerdem die zündende Idee, die Darsteller das sagen zu lassen, was sie wirklich sagen wollten.

Die musikalische Untermalung mit der Gitarre übernahm Peter (ab und zu auch Daniel). An den Hintergrundgeräuschen und Soundeffekten beteiligten sich alle (entweder per Stimmimmitation, mit Noise-Generator/Drumcomputer oder Schlüsselanhänger), wobei Daniel den größten Spaß hatte und auf diesem Gebiet regelrecht zum Perfektionisten wurde.

Viele der frühen Folgen enstanden parallel, ("Illusion oder Wirklichkeit" und "Zeitsprung mit Q" oder "Noch einmal Daniel", "Versuchskaninchen" und "Der Überläufer") weil einige Sprecher zeitweilig nicht zur Verfügung standen. Die Folge "Der Überläufer" wurde abgebrochen, weil der Remulaner-Sprecher Guido R. ein Studium in einer anderen Stadt begann.

Nach der Peter-Daniel-Folge "Darmok" stieß Andi W. mit dazu und wirkte zwischen 1996-1997 bei den drei Folgen "Planet der Klone", "Das fehlende Fragment" und "Auf schmalem Grad" mit. Der Anfang von "Auf schmalem Grad" entstand spaßeshalber nach einer Sauftour und wurde nie weitergemacht. Nach einer längeren Pause vertonte Peter die letzten beiden Szenen "Segelohr" mit A.H. und "Der Pakt mit dem Teufel" mit Manfred T.


Der stille Aufstieg. 1998-2001

Sinnlos im Weltraum Videokasetten

Den ersten Kontakt mit der Außenwelt hatte Sinnlos im Weltraum, als die Videokasetten Freunden gezeigt und verliehen wurden. Auf alles was danach geschah, hatten die Macher keinen Einfluss mehr.

Der Zeitpunkt lässt sich nicht datieren und vieles bleibt spekulativ. Jemand machte sich die Mühe, die Folgen am Computer zu digitalisieren und als mpg-Dateien auf CDs zu bringen, die sich im ganzen Siegerland rasant unter Freunden und Bekannten verbreiteten. Weil die mpg-Dateien jedoch viel Speicherplatz benötigten (eine Folge pro CD), wurden sie nachträglich von D.E. mit DivX stärker komprimiert, so dass alle Folgen bequem auf zwei CDs passten.

Zwischen 2000-2001 gelangten die Folgen schließlich ins Netz, was den Bekanntheitsgrad schlagartig erhöhte, da sich die Folgen im ganzen Land verbreiteten. Peter und Roland beobachteten diese Entwicklung von außerhalb mit großer Skepsis: Roland und ich haben uns manchmal nach SiW umgeschaut. Und ehrlich gesagt war uns das, was ablief, gar nicht recht. Anfangs (da gab's diese ganzen Seiten noch gar nicht) haben wir sogar versucht, den ganzen Scheiß noch zu stoppen (wegen Lizenzrechte und der doch teilw. sehr heftigen Sprüche in SiW), und hatten sogar mal kurz geglaubt es geschafft zu haben.


Das goldene Zeitalter. 2002-2005

Yamaha RY-10

2002 stellte D.E. die erste Fanseite ins Netz und trug alle bis dahin bekannten SiW-Fakten zusammen.

Im August desselben Jahres, wurden beim Open-Air-Festival "Siegen ist filmreif" die beiden SiW-Folgen "Illusion oder Wirklichkeit" und "das fehlende Fragment" auf Großleinwand ausgestrahlt. Da über die eigentlichen Macher nichts bekannt war, stellte die Siegener Kulturabteilung eine Suchanzeige in die Zeitung, die von Macher Andi W. gelesen und beantwortet wurde. Mit dem darauffolgenden Rummel hatte er nicht gerechnet, denn es folgten Interviews in Zeitung und Radio.

Am 1. September 2002 gründet der kaeptn die zweite SiW-Fanseite und drei Wochen später das erste SiW-Forum, in dem sich Fans aus ganz Deutschland treffen und über die Serie unterhalten konnten. Die Fans beginnen SiW mit Bildern (Klatschkarten), Geschichten, Spielen, Musik und Kurzvideos (SiW-Parodien) zu huldigen und produzieren, inspiriert von Sinnlos im Weltraum, ihre eigenen Synchroprojekte. Am 25. Januar 2003 registriert sich Macher Andi W. selbst und beantwortet zahlreiche Fragen.

In April und Juni 2003 strahlt die Sendung GIGA-Games einige SiW-Ausschnitte im Fernsehen aus. (Ein Jahr später erscheint ein Artikel auf GIGA-Online. Am 10. November 2003 veröffentlichen die zwei Studenten Florian Marquardt und Bianca Brauckmann der Universität Magdeburg eine Online-Studie, die Sinnlos im Weltraum im Hinblick auf Medienbildung unter die Lupe nimmt. Die Kernfrage lautet, wie "[...]aus einer Fernsehserie eine lustige Parodie werden kann."

Im Juli 2004 stellt Fiesermöbs die große Fansynchro- und SiW-Fanseite "The Next Degeneration" ins Netz. Zwei weitere Fanseiten, derworf.net von JodelJordi und satre synchron folgten ein halbes Jahr später.


Der zweite Versuch. 2006-?

Mehr als elf Jahre nach den ersten SiW-Ansätzen meldet sich SiW-Macher und Initiator Peter M. am 12. Februar 2006 im Forum und eröffnet den bis dahin bedeutensten Thread seit der Fragerunde mit Andi W.

Was weiterhin passiert steht in den Sternen.
Sinnlos im Weltraum: Seit 1994 immer noch net tot. Verstand ist zwecklos - Ihr Assis werdet miliert!"

Hier gehts weiter zur grafischen Zeitleiste.

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